Risikofrüherkennungssysteme nach § 317 Abs. 4 HGB

Im IDW Standard 340 werden die Mindestanforderungen an die Prüfung eines Risikofrüherkennungssystems nach § 317 Abs. 4 HGB geregelt.

Nachfolgend erfahren Sie, auf welche Anforderungen Sie bei der Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems besonders achten sollten.

Risikofrüherkennungssysteme nach § 317 Abs. 4 HGB

 

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Risikofrüherkennungssysteme nach § 317 Abs. 4 HGB – Mit einem Klick zur Seminarauswahl Risikofrüherkennungs-System

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Risikofrüherkennungssysteme – Risikomanagement-System nach § 91 Abs. 2 AktG

Jede unternehmerische Betätigung ist aufgrund der Unsicherheit künftiger Entwicklungen mit Chancen und Risiken verbunden. Unter Risiko ist allgemein die Möglichkeit ungünstiger künftiger Entwicklungen zu verstehen.

Die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung kann als Risikomanagement bezeichnet werden.

Diese Regelungen und Maßnahmen können grundsätzlich auf eine Risikobewältigung (z.B. Verminderung oder Ausschaltung eines Risikos oder Risikotransfer auf Dritte, etwa durch Versicherung) oder eine Risikoakzeptanz (Inkaufnahme eines Risikos) abzielen.

Das Risikomanagement eines Unternehmens hat auch sicherzustellen, daß bestehende Risiken erfaßt, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in systematisch geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.

Informationen über Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter müssen bis zum Vorstand weitergeleitet werden, wenn die Risiken nicht im Rahmen des Risikomanagementprozesses bereits von nachgeordneten Stellen bewältigt wurden.

 

Risikofrüherkennungssysteme nach § 317 Abs. 4 HGB – Risikomanagement und Überwachungssystem

Zum Risikomanagement gehört auch ein Überwachungssystem, das die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Das Risikomanagement umfaßt neben den organisatorischen Regelungen auch die Reaktionen des Vorstands auf die vom Risikofrüherkennungssystem erfaßten, analysierten und kommunizierten Risiken.

Das Risikofrüherkennungssystem i.S.v. § 91 Abs. 2 AktG ist auf die Früherkennung bestandsgefährdender Entwicklungen und damit auf einen wichtigen Teilaspekt des Risikomanagements ausgerichtet.

Es hat sicherzustellen, daß diejenigen Risiken und deren Veränderungen erfaßt werden, die in der jeweiligen Situation des Unternehmens dessen Fortbestand gefährden können.

Da derartige Risiken früh erkannt werden sollen, muß das Risikofrüherkennungssystem geeignet sein, die Risiken so rechtzeitig zu erfassen und die Information darüber an die zuständigen Entscheidungsträger weiterzuleiten, daß diese in geeigneter Weise reagieren können und der Vorstand über Risiken, die allein oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken bestandsgefährdend werden können, informiert wird.

 

Risikofrüherkennungssysteme nach § 317 Abs. 4 HGB – Zentrale Elemente eines Risikomanagementsystems

Risikofrüherkennungssysteme sind in der Praxis sehr unterschiedlich ausgestaltet. Die zentralen Elemente, über die ein solches System verfügen muss, sind im IDW Prüfungsstandard 340 zusammengefasst: Danach sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Festlegung der Risikofelder, die zu bestandsgefährdenden Entwicklungen führen können
  • Risikoerkennung und Risikoanalyse
  • Risikokommunikation
  • Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben
  • Einrichtung eines Überwachungssystems
  • Dokumentation der getroffenen Maßnahmen

 

Diese Elemente finden sich in den Komponenten eines nach COSO Enterprise Risk Management – Integrated Framework strukturierten Risikomanagementsystem wieder.

 

Risikofrüherkennungssysteme – Berichterstattungspflicht des Abschlussprüfers

In den Fällen, in denen sich nach § 317 Abs. 4 HGB die Prüfungspflicht auf das Risikofrüherkennungssystem erstreckt, besteht nach § 321 Abs. 4 HGB auch eine besondere Berichterstattungspflicht. Demnach ist in einem gesonderten Abschnitt des Prüfungsberichts darauf einzugehen,

– ob der Vorstand ein Überwachungssystem in geeigneter Form eingerichtet hat,

– ob das Überwachungssystem seine Aufgaben erfüllen kann und

– ob Maßnahmen erforderlich sind, um das interne Überwachungssystem zu verbessern.

 

Risikofrüherkennungssystem bei nicht börsennotierten Gesellschaften

Auch bei nicht börsennotierten Gesellschaften wird regelmäßig eine Auseinandersetzung mit dem Risikofrüherkennungssystem geboten sein. Erstens muss sich der Abschlusprüfer bei einer AG und ggf. auch bei Gesellschaften anderer Rechtsform, die eine vergleichbare Größe und Komplexität aufweisen, schon deshalb einen Überblick über das Risikofrüherkennungssystem verschaffen, weil das Fehlen oder die mangelnde Eignung eines solchen Systems eine berichtspflichtige Tatsache i.S.v. § 321 Abs. 1 S. 3 HGB bedeuten kann.

Zweitens können die im Lagebericht dargestellten Risiken der künftigen Entwicklung ab einer gewissen Unternehmensgröße nicht losgelöst von einem funktionierenden Risikofrüherkennungssystems gesehen werden. Gerade die Vollständigkeit der Risiken kann vom Abschlussprüfer nicht zuverlässig beurteilt werden, wenn er sich nicht auch mit dem System der Risikoidentifikation, -analyse und -kommunikation auseinandersetzt.

Schließlich wird der Abschlussprüfer insbesondere vor dem Hintergrund einer an den Geschäftsrisiken ausgerichteten Prüfung nicht auf die Informationen verzichten, die ein Risikofrüherkennungssystem zur Verfügung stellen kann.

 

Gerne begleiten wir Sie durch unseren Modularen Beratungsansatz bei der Implementierung eines Risikofrüherkennungssystems. Weitere Informationen zu den Beratungsleistungen von Schulz & Partner erhalten Sie unter www.schulz-beratung.de.

Erfahren Sie mehr über die Einführung eines Risikofrüherkennungs-Systems unter der Berücksichtigung der gesetzlichen und aufsichtlichen Anforderungen des HGB sowie der MaRisk 5.o in dem Seminar „Risikomanagement kompakt“.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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